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Geschichte der Landesmusikakademie

Bei Gründung der Landesmusikräte in der alten Bundesrepublik waren es vor allem die "Südländer" Bayern und Baden-Württemberg, die als Taktgeber der Entwicklung einer musikkulturellen Lobbyarbeit dienten. Die Gründung der bayerischen Musikakademie Marktoberdorf diente uns als nachahmenswertes Vorbild. Und hier ist insbesondere unser unvergessener Geschäftsführer Lothar Friedrich zu nennen. Nachdem er diese Funktion ehrenamtlich übernommen hatte, konnte er die Geschäftsleitung des Schott-Verlags 1982 dafür gewinnen, eine Geschäftsstelle im Weihergarten unentgeltlich einzurichten.

 

Der bald gefasste Beschluss der Gründung einer Landesmusikakademie für Rheinland-Pfalz konnte in erster Linie durch den unermüdlichen Einsatz von Lothar Friedrich Realität werden. Seine Strategie:"Wir müssen auf alle Fälle zunächst einmal Fakten schaffen!" Mit charmanter Überredungskunst brachte er seine ehemalige Lehrerin, Frau Professor Edith Picht-Axenfeld dazu, uns ohne Honorar einen Cembalo-Interpretationskurs Bachscher Klaviermusik zu veranstalten. Klavierbauer Damm stellte kostenlos historische Tasteninstrumente zur Verfügung. Der Kurs war ein großer Erfolg, wir hatten sogar Gebühren eingenommen. Als dann beim Abschlusskonzert die Dozentin ihren geliebten Bach spielte, hatten alle das Gefühl, an einem historischen Punkt zu stehen: Der Entstehung der Landesmusikakademie.

 

Der ersten Veranstaltung folgte unter gleichen Bedingungen ein Kammermusikkurs, den unser damaliges Einzelmitglied, Prof. Dr. Günther Kehr, ebenfalls ohne Honorar hielt. Als erste Großveranstaltung sind die "deutschen Suzuku-Tage" zu nennen, die, wie die beiden oben genannten Seminare ebenfalls in den Räumen der EWH Landau erfolgreich stattfanden.

Die ersten Veranstaltungen in Landau wurden vom damaligen Leiter der Kreismusikschule Südliche Weinstraße Michael Schwering organisatorisch bestens betreut. Friedrich konnte daraufhin Schwering dazu bringen, eine Art von "Geschäftsführung" für die neu gegründete Akademie ehrenamtlich zu übernehmen. Wegen des ständigen Wechsels der Veranstaltungsorte sprachen wird von einer "Landesmusikakademie auf Rädern".

 

Die Bemühungen um die Landesmusikakademie gingen ununterbrochen weiter. Besonders engagiert hat sich dabei tagaus, tagein unser unvergessenes Präsidiumsmitglied Hannes Korff. Ein wichtiger Schritt zur Konsolidierung der bis dahin rein ehrenamtlich geleisteten Akademiearbeit war getan, als das Land bereit war, den mit einer halben Stelle als Geschäftsführer an den Landesmusikrat abgeordneten Musikpädagogen Engelbert Licht schließlich später auch, mit der zweiten Hälfte seiner Stelle, als Geschäftsführer für die Landesmusikakademie zur Verfügung zu stellen.

 

Mit Einzug ins Meisterhaus vollzog sich Hand in Hand eine Weitrentwicklung der Trägerstruktur. Am 9. April fasste die Mitgliederversammlung des Landesmusikrates Rheinland-Pfalz den Beschluss, der Landesmusikakademie die Rechtsform eines eingetragenen Vereins zu verleihen. Zu diesem Zweck wurden 12 Mitglieder des Landesmusikrates in die Mitgliederversammlung des Vereins "Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz e.V." gewählt; der Präsident des Landesmusikrates ist geborenes Mitglied. Weiterhin gehören designierte Vertreter der Landesregierung, der Villa Musica sowie der Stadt und des Landkreises Neuwied der Mitgliederversammlung an. Diese trat am 12. Juni 2003 zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen, um den Verein zu gründen und satzungsgemäß einen Vorstand zu wählen. Ihm gehören an: Dr. Josef Mertes (Vorstandsvorsitzender), Prof. Dr. Christoph-Hellmut Mahling und Wolfgang Schmidt-Köngernheim (Stellvertretende Vorstandsvorsitzende), Kurt Karst, Gerd Marquis.

 

In seiner künstlerisch-pädagogischen Arbeit wird der Leiter der Landesmusikakademie, Klaus-Martin Heinz, von den Beiratsmitgliedern Prof. Klaus Arp, Christa Schäfer, Dr. Andreas Wagner, Walter Winkler unterstützt.