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17.18 Musik schafft Beziehung

Berufsbegleitende Fortbildung für Fachkräfte in der Pflege und Begleitung von demenziell erkrankten Menschen


Kaum etwas rührt Menschen emotional so sehr an wie Musik. Wo
Worte ihren Weg nicht mehr finden, kann Musik ein Schlüssel zur
Seele sein. Musik verbindet Menschen aller Sprachen, aller Kulturen
und jeden Alters.
Musik spielt seit Bestehen der Menschheit, durch alle Zeiten und
Kulturen hindurch eine herausragende Rolle. Sie begleitet den Menschen von der Geburt bis zu seinem Lebensende und gehört zu den
ursprünglichsten zwischenmenschlichen Ausdrucksformen. Oft wird sie daher auch als die Sprache der Seele bezeichnet.

In der Arbeit mit demenziell erkrankten Menschen kann Musik viele
unterschiedliche Funktionen haben: Sie kann aktivieren oder beruhigen, Kommunikation ermöglichen, die kulturelle und emotionale Teilhabe am Leben stärken oder beim Sterben begleiten. Die berufsbegleitende Fortbildung „Musik schafft Beziehung“ stellt diese Funktionen vor. Als theoretischer Hintergrund dient der Ansatz der Musikgeragogik. Dieser möchte Erfahrungsräume inszenieren, die in der musikalischen Biografie der Beteiligten verankert sind. Denn jeder Mensch hat seine eigene, individuelle musikalische Biografie.

Die in sieben Blöcken aufgeteilte berufsbegleitende Fortbildung hat
zum Ziel, ein breites Spektrum unterschiedlicher Zugangswege zu
Menschen mit Demenz durch das Medium Musik aufzuzeigen.
Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Durchführbarkeit im pflegerischen Alltag.

Die Fortbildung schließt mit dem Zertifikat „Musikgeragogin/
Musikgeragoge“ der Fachhochschule Münster ab. Sie ist ein Angebot
des Landes-Netz-Werks Demenz in Kooperation mit der Fachhochschule Münster und der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz. Das Landes-Netz-Werk Demenz ist gefördert durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) im Rahmen der Demenzstrategie Rheinland-Pfalz.

Für den Abschluss der Fortbildung mit einem Hochschulzertifikat der
Fachhochschule Münster müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
Die Teilnehmenden müssen über einen Hochschulabschluss oder eine abgeschlossene Pflegeausbildung mit praktischer Berufserfahrung verfügen sowie am Ende der Fortbildung eine Prüfung ablegen und eine Abschlussarbeit anfertigen.

Die Fortbildung ist in Rheinland-Pfalz nach dem Bildungsfreistellungsgesetz anerkannt. Eine Bildungsfreistellung kann beim jeweiligen Arbeitgeber beantragt werden.

 

Dozententeam:

Fachliche Leitung:
Prof. Dr. Hans Hermann Wickel, Fachhochschule Münster
Prof. Dr. Theo Hartogh, Universität Vechta
Monika Bittmann, Gerontopsychiatrische Fachkraft

Kursbeginn: jeweils 10 Uhr
Kursende: jeweils 16 Uhr
Anmerkung zum Datum: Alle Termine:
17.18.1 5. bis 6. März 2018
17.18.2 23. bis 24. April 2018
17.18.3 11. bis 12. Juni 2018
17.18.4 10. bis 11. Sept. 2018
17.18.5 29. bis 30. Okt. 2018
17.18.6 28. bis 29. Jan. 2019
17.18.7 18. bis 19. März 2019
17.18.8 28. Juni 2019
Gebühren:

inkl. Verpflegung und Unterkunft ca. 2000 €; zahlbar in zwei Raten

Hinweise zur Anmeldung: Anmeldung und Infos über www.demenz-rlp.de
Landeszentrale für Gesundheitsförderung e.V.
Hölderlinstr. 8, 55131 Mainz
Ansprechpartnerin: Daniela Stanke
Tel.: 06131 2069-16; E-Mail: dstanke@lzg-rlp.de